fbpx

Rückenschmerzen und die Ursachen

80% der Bundesbürger leiden mindestens einmal im Leben an Rückenschmerzen. Für viele entwickelt sich daraus eine chronische Belastung. Wieso es ausgerecht der Rücken so anfällig? Um das eingehend zu verstehen ist es sinnvoll, sich die Anatomie des Rückens einmal genauer anzusehen:

Aufbau der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule ist als knöcherne Struktur so aufgebaut, dass sie aus einzelnen Wirbelkörpern besteht, die übereinander gestapelt sind. Sie sind über elastische Bandscheiben miteinander verbunden und durch die Vielzahl kleiner Gelenke ist die Beweglichkeit in verschiedene Richtungen und Ebenen sichergestellt. Zusätzlich sind über die gesamte Länge der Wirbelsäule Bänder zu finden, die sehr Zug und Reis fest sind und somit die Beweglichkeit führen und stabilisieren.

Aber erst die umgebende Muskulatur sorgt für die physiologisch korrekte Funktionsfähigkeit der Wirbelsäule. Hierbei werden die Muskelgruppen als innere und äußere Schicht betrachtet: Die innere Schicht ist die sogenannte tiefe oder tiefliegende Rückenmuskulatur. Diese Muskeln sind in unterschiedlichen Längen zu finden. Die kurzen verbinden nur einzelne Wirbel miteinander, wohingegen die langen über mehrere Etagen der Wirbelsäule hinweg gelegen sind. Diese Muskeln liegen mit Ihren Fasern im längsverlauf der Wirbelsäule und verbinden einzelne Wirbelkörper oder mehrere Wirbelkörper, je nach Länge dieser, direkt miteinander.

Sowohl die kurzen als auch die langen Muskelgruppen, die sich der Länge nach auf der Rückseite der Wirbelsäule befinden, sind für die Streckung bzw. Aufrichtung der Wirbelsäule zuständig. Einige kleine Muskeln verlaufen diagonal zwischen zwei Wirbelkörpern und sind somit für die aktive Drehung in der Wirbelsäule verantwortlich. Die Muskulatur der äußeren Schicht liegt oberflächlicher als die tiefe Rückenmuskulatur. Die Muskeln verbinden hier nicht die Wirbelkörper untereinander, sondern die Wirbelsäule mit dem Becken, dem Schultergürtel und den Extremitäten.

Wenn wir uns die Wirbelsäule von der Seite ansehen hat sie in Ihrer physiologischen Aufstellung eine doppelt gebogene Form. Man spricht deshalb auch von der Doppel S- Form einer gesunden Wirbelsäule. Diese anatomische Entwicklung ist mit der Evolution des aufrechten Ganges des Menschen entstanden. Durch diese gebogene Form kann die Wirbelsäule bei jedem Schritt das Körpergewicht abfedern ohne das es zu verletzenden Stauchungen kommt. Diese Doppel S-Form funktioniert wie eine Feder.

Oberhalb des Beckens biegt sich die Wirbelsäule nach vorne, in Richtung Bauch. Diese untere Kurve der Wirbelsäule wird als unterer Rücken bezeichnet. Als Fachbegriff spricht man von der Lendenwirbelsäule, bzw. der medizinische Begriff: Der Lumbal-Bereich.

Die Wirbelsäule macht dann einen Gegenseitigen Verlauf. Die Kurve ist nach hinten gerichtet, man nennt diesen Bereich umgangssprachlich den mittleren Rücken. Der Fachbegriff ist die Brustwirbelsäule, und die Mediziner nennen ihn: Der Thorakal-Bereich der Wirbelsäule.

Darüber mach die Wirbelsäule eine zweite Kurve. Die zur Vorderseite des Körpers gerichtet ist. Der Bereich wird gemeinhin als Nacken bezeichnet. Der Fachbegriff ist die Halswirbelsäule die Mediziner nennen diesen Bereich: Zervikal-Bereich.

Was löst Rückenschmerzen aus?

Je nach Lage des Rückenschmerzes spricht man von Schmerzen im unteren oder mittleren Rücken, oder im Nackenbereich.

Der Bandscheibenvorfall

Die geschädigte Struktur ist die Bandscheibe. Ihre Funktion das Abpuffern und flexibel-halten der einzelnen Wirbelsäulenabschnitte. Das Abpuffern von Stoßbelastungen wie sie bei jedem Schritt auftreten.

Die Bandscheibe ist anatomisch gesehen eine ringförmige Ansammlung von knorpelartigem Gewebe. Welches im inneren einen Galertkern umschließt. Die Bandscheiben haben keine eigene Blutversorgung, verfügen anders als alle anderen Strukturen im Körper über keine eigene Blutversorgung.

Sie saugen sich ähnlich wie ein Schwamm, Flüssigkeit und Nährstoffe aus den angrenzenden Wirbelkörpern, das funktioniert aber nur, wenn durch regelmäßige Bewegung und auch Zug und Stauchungsbelastungen die Nährstoffe aus den angrenzenden Wirbelkörpern in die Bandscheibe gelangen. Durch zu wenig bzw. zu monotone Bewegungen im Alltag, kommt es zu einer Mangelernährung der Bandscheiben. Die Struktur verliert an Elastizität und durch immer wieder auftretende Belastungen kommt es zu Rissen in der Faserstruktur, die immer wieder vernarben und somit immer schlechter vom Stoffwechsel versorgt werden können.

Irgendwann kann die Ringstruktur der Bandscheibe platzen und der Galertkern quillt hervor. Wenn er sich nur hervorwölbt, ohne die Bandscheibe zu verlassen spricht man von einer Vorwölbung (Protrosion). Löst sich der Galaertkern vollständig von der Bandscheibenstruktur, liegt ein echter Bandscheibenvorfall vor (Prolaps).

Dies alles führt noch zu keinem ausgeprägten Schmerzsymptomen, da die Bandscheibe über keine Nerven verfügt. Allerdings verläuft durch die Wirbelsäule hindurch das Rückenmark. Das Rückenmark verbindet als Teil des zentralen Nervensystems das Gehirn mit der Peripherie des Körpers. Das heißt sensorische Nerven, also Nerven die für Sinneswahrnehmungen zuständig sind, als auch motorische Nerven, also Nerven die die Muskulatur ansteuern und Bewegungen auslösen. Zwischen zwei Wirbelkörpern entspringt zur rechten und linken Seite ein Nervenbündel aus dem Rückenmark in die dort gelegenen Strukturen (Muskeln und Sinnesorgane).  Wenn nun bei einem Bandscheibenvorfall der Galertkern auf eine dieser Nervenenden Druck ausübt, wird dieser in seiner Funktion gestört und es kommt zu einer Entzündung dieser Nervenwurzel.

Dieses Einquteschen der Nervenwurzel löst die eigentliche Schmerzsymptomatik des Bandscheibenvorfalls aus. Sie kann sich direkt am Ort des Geschehens auftauchen oder aber weiter abgelegen am Ende der gestörten Nervenleitbahn zum Beispiel als kribbelnde Finger oder Ausstrahlung im Bein. Am bekanntesten ist ein Schmerz an der Rückseite des Oberschenkels. Da hier der sogenannte Ischias Nerv betroffen ist spricht man auch vom Ischias-Schmerz. Das Auftreten dieser sogenannten ausstrahlenden Symptome kann sich in Schmerzen oder Taubheit einzelner Areale oder motorischer Einschränkung, wie zum Beispiel der Fußheber-Schwäche bei der der Fuß nicht angehoben werden kann, da die Schienbeinmuskulatur ausgeschaltet ist.

Rückentraining bei Body Focus an medizinischen Geräten

Bei Body Focus nutzen wir das Konzept der med. Kräftigungstherapie kurz MKT. Diese Methode ist eine Weiterentwicklung des HIT zur Behandlung von Rückenschmerzen. Hierbei wird die eigentliche Ursache des Schmerzes in der Schwächung und Degeneration der spezifischen Tiefenrückenmuskulatur durch ein isoliertes Training behandelt. Die tiefe Rückenmuskulatur kann nicht durch gymnastische Übungen isoliert trainiert werden. Nur durch die gezielte Führung und Fixierung des Beckens und der Oberschenkel wie sie bei uns in der Rückenmaschine (MedX Lumbar) stattfindet, findet eine gezielte Stärkung der Rückenmuskulatur statt.

Das Training wird mit optimal dosiertem Widerstand durchgeführt. Hierbei wird die tiefe Rückenmuskulatur 90 bis 120 Sec. lang trainiert, bis diese vollständig erschöpft und keine weitere korrekt ausgeführte Wiederholung möglich ist. Die Erschöpfung der Muskulatur macht sich als ein ziehender Schmerz bemerkbar, der aber sofort nach der Übung verschwindet.

Das Training sollte ein bis zweimal pro Woche stattfinden. Und im Optimalfall in Verbindung mit einem hochintensiven Training aller anderer Gelenke und Muskelgruppen. Dieses benötigt nur 20 Minuten.

Jetzt anrufen